Berufsvorbereitungsjahr

Willkommen im Informationsbereich des Berufsvorbereitungsjahres!

 

Im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) werden Schülerinnen und Schüler, die auf eine

besondere individuelle Förderung angewiesen sind und noch keinen Hauptschulabschluss erworben haben, auf eine berufliche Tätigkeit oder eine Berufsausbildung vorbereitet.

 

Ziel dieser Schulform ist das Erreichen der Ausbildungsreife. Dazu werden die Jugendlichen dabei gefördert, sich beruflich zu orientieren, ihre Berufswahlreife zu erhöhen, ihre Motivation für einen weiteren Schulbesuch zu steigern und das Arbeits- und Sozialverhalten zu verbessern. Ein Hauptschulabschluss kann erworben werden.

 

Aufnahmevoraussetzungen

Abgänger der allgemeinbildenden Schulen ohne Hauptschulabschluss, die nicht aus einer Abschlussklasse kommen, besuchen das BVJ. Aufgenommen werden schulpflichtige Jugendliche, die mindestens neun Jahre eine allgemeinbildende Schule besucht haben und Jugendliche aus Sprachförderklassen mit dem Sprachniveau B1 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen.

 

Schüleraufnahme

Nach der Anmeldung über „Schüler online“ erhalten die Jugendlichen eine schriftliche Einladung zum Aufnahmegespräch mit einer Begleitperson (Eltern, Betreuer, Berufseinstiegsbegleiter, Übergangsmanagement, Schulsozialarbeit, Lehrer der abgebenden Schulen). In diesem ersten Beratungsgespräch stehen die berufliche Orientierung und die Ziele des Schülers am BSZW im Mittelpunkt.

 

Berufsfelder

Am Berufsschulzentrum am Westerberg (BSZW) stehen folgende Berufsfelder zur

Auswahl:

  • Bautechnik (z. B. Maurer/in, Dachdecker/in, Straßenbauer/in, Stahlbetonbauer/in)
  • Ernährung (z. B. Koch/Köchin, Bäcker/in, Konditor/in)
  • Farbtechnik (z. B. Maler/in, Fahrzeuglackierer/in)
  • Holztechnik (z. B. Tischler/in, Holzbearbeiter/in)
  • Körperpflege (z. B. Friseurin/ Friseur, Kosmetiker/in)
  • Körperpflege (z. B. Friseurin/ Friseur, Kosmetiker/in)
  • Metalltechnik (z.B. Fachkraft für Metalltechnik)
  • Wirtschaft[1] (z.B. Bäckereifachverkäufer/in, Fleischereifachverkäufer/in, Verkäufer)
  • Textil[2] (z.B. Schneider/in)

In der Regel werden pro Klasse Bildungsinhalte aus zwei Fachrichtungen angeboten. Ein dreiwöchiges Praktikum ermöglicht betriebliche Erfahrungen.

 

BVJ Dual

Das BVJ Dual stellt die betriebliche Praxis in den Mittelpunkt des Lerngeschehens. Die Jugendlichen lernen an drei Tagen in einem Betrieb, der in Zusammenarbeit mit dem Lehrerteam von den Jugendlichen gefunden wird. Vordergründiges Ziel ist es, Jugendliche in ein Ausbildungsverhältnis zu bringen. Eine individuelle Beratung wird im Rahmen des Aufnahmegesprächs angeboten.

 

Ankommen

Die erste Schulwoche startet mit einer Stärkenanalyse: Die Schülerinnen und Schüler lernen in Gruppen die Schule kennen und erkunden die Werkstätten aller Berufsfelder. Im Anschluss an diese fachpraktischen Übungen entscheiden sich die Jugendlichen für eine Berufsfeldkombination. Überprüfungen in den Fächern Mathematik und Deutsch erleichtern den Lehrkräften die didaktische Planung. Die Klasseneinteilung erfolgt am Ende der Woche nach Konzentrations- und Sozialübungen. Im zweiten Beratungsgespräch informiert die Klassenlehrkraft die Schülerinnen und Schüler über die Ergebnisse der Stärkenanalyse. Angestrebte Ziele der Jugendlichen, Handlungsstrategien sowie Unterstützungsbedarfe bilden den Kern der Beratung.

 

 

Förderkonzept

Die Schülerinnen und Schüler werden während des Schuljahres individuell gefördert und unterstützt durch:

 

  • die Schullaufbahnberatung und Einzelfallhilfe,
  • mind. vier Beratungsgespräche zum aktuellen Leistungsstand, zum Arbeits- und Sozialverhalten sowie zur Entwicklung und Umsetzung beruflicher Perspektiven,
  • kleine Lerngruppen (max. neun Schüler),
  • mehrere Unterrichtstunden in Doppelbesetzung,
  • das soziale Kompetenztraining „fit for life“ bzw. Klassenrat,
  • die Durchführung von Sozial- und Teamtrainings, Bewerbungstrainings, Präventionsmaßnahmen,
  • die enge Kooperation mit unterstützenden Institutionen (Arbeitsagentur, Übergangsmanagement etc.).

Die Schulsozialarbeit ist der Berufseinstiegsschule zugeordnet und somit ein zentraler Bestandteil des Beratungs- und Unterstützungssystems.

 

Das Übergangsmanagement der Stadt Osnabrück ist mit zwei sozialpädagogischen Fachkräften am BSZW vertreten. Die Kolleginnen nehmen an den wöchentlichen Teamsitzungen teil und haben Büro- und Sprechzeiten in der Schule.

 

[1] In Zusammenarbeit und Absprache mit dem BVJ-Team der BBS Pottgraben.

[2] nach Bedarf